Veranstaltungsplan 2014 - Schneiderinnung Dresden

 VIII. Dresdner Fachtagung der Innung des Bekleidungshandwerks Dresden 

Offene VIII. Fachtagung der Innung des Bekleidungshandwerks Dresden 

Liebe Berufskolleginnen, wir möchten Sie hiermit über die VIII. Fachtagung der Innung des Bekleidungshandwerks Dresden informieren. Sie wird am Wochenende 11./12.Oktober 2014 stattfinden und das Thema „Spitze“ (Verwendung, Verarbeitung, Stoffhändler usw.) zum Hauptinhalt haben. Außerdem wird Frau Gisela Braune, Atelier für Farb-, Stil- und Imageberatung, von deren Ausführungen wir anlässlich einer Innungsveranstaltung begeistert waren, zu einem speziellen Thema vortragen. 

Wir führen die Fachtagung im Bildungszentrum der Handwerkskammer Dresden durch.Falls Sie daran Interesse haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, damit wir Sie in unsren Verteiler aufnehmen können und Ihnen zu gegebener Zeit eine Einladung zu dieser Veranstaltung  senden können.

Ihre Fragen beantwortet Frau Kirstan, Tel. 0351 28592 23 bzw. kirstan@handwerk-dresden.de

 



VII. Dresdner Fachtagung der Innung des Bekleidungshandwerks Dresden am 29. und 30. Juni

Bereits zum siebten Mal hat die  Innung des Bekleidungshandwerks Dresden ihre Mitglieder und weitere Berufskolleginnen eingeladen, auf der jährlich durchgeführten Fachtagung ihr handwerkliches Können zu vervollkommnen. In diesem Jahr war das wieder etwas ganz Besonderes: Die Innung konnte zum zweiten Mal Tamotsu Kondo aus Japan, einen Profi in der Kunst des Drapierens, als Referenten gewinnen. Bereit zur V. Fachtagung im Jahr 2010 begeisterte er die Schneiderinnen mit seinem Können und so war es nicht verwunderlich, dass der diesjährige Kurs mit 29 Teilnehmerinnen überbucht war. Umso mehr ist Tamotsu Kondo zu danken, dass wir niemandem absagen mussten und er sich in den zwei Tagen, die der Kurs in Anspruch genommen hat, trotzdem um alle individuell bemüht hat. Neben selbständigen Schneiderinnen aus Sachsen und Thüringen waren Vertreter der Opernhäuser Dresden und Leipzig sowie von den Landesbühnen Sachsen dabei.

An der Schneiderpuppe mit Stoff, Schere und Stecknadeln zu modellieren ist eine Technik, bei der man laufend das Auge und das Gefühl in den Fingerspitzen zur Gestaltung des Stoffes einsetzt. Man nutzt unmittelbar die Dehnbarkeit und den Fall des Stoffes, muss ständig genau einschätzen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Das ist nicht einfach, denn im Ergebnis schneidet man den Stoff direkt auf der Puppe.

Die Grundlagen für diese Technik das eigentliche Drapieren, hatten viele der diesjährigen Teilnehmerinnen bereits im Jahr 2010 erlernt, diesmal ging es um die Umsetzung beim Gestalten von Blazern und um Feinheiten, wie zum Beispiel Kragen und Ärmel. Es waren zwei anstrengende Tage, aber so lehrreich, dass bereits heute klar ist, dass es eine weitere Fachtagung mit Tamotsu Kondo geben wird, wahrscheinlich im Jahr 2014.
Welche Themen Inhalt der VIII. Fachtagung im nächsten Jahr sein werden, erfahren Sie rechtzeitig an gleicher Stelle und wir freuen uns schon heute auf Ihre Teilnahme.



VI. Dresdner Fachtagung der Innung des Bekleidungshandwerks Dresden am 07. Mai 2011

Am  7. Mai  2011 trafen sich 21 Schneidermeisterinnen und 11 Lehrlinge zur VI. Dresdner Fachtagung der  Die Innung des Bekleidungshandwerks Dresden hatte für die .

Bereits ein Jahr zuvor war der fast identische Teilnehmerkreis zusammengekommen, um von Tamotsu Kondo in die Kunst der Drapage eingeführt zu werden. Das Spezialgebiet des japanischen Modedesigners ist das  Drapieren und das Herstellen individueller Schneiderpuppen. Schon damals gab er einen kurzen Einblick in die Schneiderpuppenherstellung. Tamotsu Kondo macht seine Puppen aus „Elefantenpapier“, einem selbstklebenden, dicken Papier, welches in Schnipsel gerissen direkt auf den Körper geklebt wird. Aber es gibt auch noch andere Methoden. Carola Flehmer  aus der Innung machte sich kundig.

Eine Methode war besonders sauber und preiswert, gestattet ein angenehmes Arbeiten und hat ein stabiles Produkt  als Endergebnis. Man braucht dazu nur Frischhaltefolie, Paketklebeband und Bauschaum – ach ja, eine gehörige Portion Stehvermögen braucht e „Frau“ auch.  Gearbeitet wurde paarweise. Während sich eine während ca. zwei Stunden verpacken ließ, kreiselte die andere um  sie herum, wickelte das Modell in Frischhaltefolie, fixierte jeweils mit Klebeband bis ein „Folienpanzer“ entstanden war. Während dieser Zeit konnte sich die so eingewickelte Person maximal kerzengerade sitzend etwas auf der Tischkante ausruhen, ein Umstand, der bei den herrschenden sommerlichen Temperaturen nicht für alle zuträglich war. Aber irgendwann war genug gewickelt und es ging ans Aufschneiden der Kokons, sozusagen am Rückgrat entlang. 

Erstaunlich, wie stabil das Ganze schon war . Nun mussten nur noch die Hals- und Armöffnungen mit Klebeband verschlossen werden, die Rückennaht sowieso und die Hülle der Puppe war fertig. 3 Dosen Bauschaum reichen aus, um diese zu füllen, ein Arbeitsschritt, den jede Teilnehmerin aber individuell zu Hause erledigen muss. Nach dem Mittagessen  hieß es: Alles auf Anfang und die Rollen wurden getauscht, so dass am Ende der Fachtagung jede ein körpergetreues „Alter Ego“ mit nach Hause nehmen konnte.
Eine besondere Überraschung wartete noch auf die Schneiderinnen. Drei (teils ehemalige)  Studentinnen der Hochschule für Bildende Künste Dresden gestalteten am Modell Melanie Klahre das  Gemälde „ Anna Amalia von Preußen als Amazone“ von Antoine Pesne nach. Stilecht und bildgetreu  wurde Melanie von der Maskenbildnerin Elisa Flehmer geschminkt und sah mit handgeknüpfter Perücke (silbrige Locken und „Preußenzopf) und Hut dem Bild schon  sehr ähnlich. Eva Mühlenbeck , Absolventin des Fachbereiches „Kostümgestaltung" , hat ca. 300 Stunden an dem historischen Kostüm gearbeitet, angefangen von der Recherche über den Schnitt bis zur Anfertigung..  Das Kostüm besteht aus Unterhemd, Bluse, Corsage, Weste, Jacke und Rock (drapiert!). Dabei wurden Knöpfe selbst angefertigt, Spitzen eingefärbt, Borten mit Silberfarbe besprüht (um sie dem Stoff anzupassen), Perlen aufgenäht usw. usw. Die Schneiderinnen waren beindruckt vom Ergebnis.

Insgesamt gesehen war es eine anstrengende, aber sehr interessante und mit einem greifbaren Ergebnis endende Fachtagung.  Die Beteiligten haben sich alle mit der Zusage eines Wiedersehens bei der VII. Auflage dieser Veranstaltung verabschiedet.

Abschließend  gab es noch ein gemeinsames Abendessen beim Griechen, wobei weiter gefachsimpelt wurde, Die Beteiligten haben sich alle mit der Zusage eines Wiedersehens bei der VII. Auflage dieser Veranstaltung im Jahr 2012 verabschiedet.




IV. Dresdner Fachtagung der Innung des Bekleidungshandwerks Dresden

 Die Innung des Bekleidungshandwerks Dresden hatte zur IV. Dresdner Fachtagung eingeladen eigene Innungsmitglieder, Mitglieder anderer Innungen und Berufskolleg(inn)en aus dem Umkreis. Auch Gesellen und Lehrlinge wurden angesprochen. Lag es an den guten Erfahrungenaus den zurückliegenden Tagungen oder an den interessanten Themen – mit über 50 Teilnehmerinnen kam die Berufsgenossenschaft ETE, die auch 2009 der Austragungsort der Fachtagung war, an Kapazitätsgrenzen, da nur halb so viele Interessenten erwartet waren. Aber Dank derflexiblen Unterstützung durch Frau Carlotta Müller, Leiterin der Bildungsstätte in Dresden, konnte alles zur Zufriedenheit organisiert werden.

Das Schulungsobjekt der Berufsgenossenschaft Dresden bot beste Bedingungen und die Möglichkeit der Übernachtung machte denWeg frei, bis tief in die Nacht Gedanken über Innungsgrenzen hinweg auszutauschen. Am Samstag sprach Dr. Unger von der BG ETE über Aufgaben und Leistungen der BG, die neue Struktur und geplante Erweiterungen. Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilung im Schneiderhandwerksind ein Thema, bei dem jeder denkt, alles zu wissen. Dr. Unger bewies in seinen Ausführungen an Beispielfällen jedoch das Gegenteil.

Es sind oftmals zur Routine gewordene Arbeitsabläufe, bei denen die bösesten Unfälle passieren, weil sich Nachlässigkeit einschleicht.Deswegen ist es besonders wichtig, dass die Fristen zur Unterweisung eingehalten werden. Ein zweites Thema am Samstag war die korrekte Verarbeitung einer Herrenhose und die Unterschiede zur Damenhose. Frau Sabine Mütze- Dietrich, eine der beiden Herrenschneiderinnender Innung, führte das am Beispiel praktisch vor. Die vorwiegend im Damenfach ausgebildeten Berufskolleginnen konnten dabei viele Kniffe lernen, deren Kenntnis erst den perfekten Sitz der Herrenhose ausmachen. Die Handelsagentur Brand war mit Stoffen, Knöpfen und Applikationen vertreten, auch die bayrische Schneidergenossenschaft ORAG hatte ihre Waren mitgebracht. Die Produkte konnten auch gleich erworben werden, bestellte Stoffe wurden innerhalb weniger Tage geliefert. Der gesamte Nachmittag war dem Titelthema der Fachtagung Rockunterbauten gewidmet.

Herr Maik Stüven, Gewandmeister der Staatsoper Dresden hatte verschieden Modelle mitgebracht, anhand derer er die Varianten erklärte. Auch wenn diese Art Rockgestaltung nicht in der Alltagsmode vorkommt, bei rauschenden Ballkleidern oder Kostümen an Theatern oderOpernhäusern wird diese Nähkunst angewendet. Deswegen waren auch zwei an der Oper Leipzig angestellte Schneiderinnen im Teilnehmerkreis, der Gewandmeister der Kölner Oper, Herr Martin König, war der einzige männliche Gast. Obwohl der Tag mit die Aufmerksamkeit forderndenVorträgen ausgefüllt war, wurde am Abend auf der Kegelbahn keine „ruhige Kugel geschoben“. Die Runde der Schneiderinnen kegelte erfolgreicher als die Herrengruppe auf der Nachbarbahn! Der Sonntagvormittag begann mit der Jahreshauptversammlung der Dresdner Innung.

Thema waren Jahresrechnung, Haushaltplan und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem wurden zwei neue Mitglieder in die Innung aufgenommen. Aber auch noch ein Fachthema stand am Sonntag auf der Tagesordnung. Frau Mitsch von der Firma Freudenberg Vliesstoffe KG hatte viele Muster altbekannter und neuer Einlagestoffe und Vlieseline mit und erklärte an ebenfalls mitgebrachten Kleidungsstücken ihre Verwendung. Auch wenn Frau Mitsch bereits in einer früheren Fachtagung referierte, waren ihre Ausführungen nicht nur für die vielen anwesenden Lehrlinge sehr aufschlussreich.Insgesamt gesehen war die IV. Dresdener Fachtagung der Innung des Bekleidungshandwerks Dresden nicht nur wegen der zahlreichen Beteiligung ein voller Erfolg. Es war eine durchweg positive Resonanz auf die ausgewählten Themen und deren Darlegung zu verspüren, viele der Teilnehmerinnen baten schon jetzt darum, sie zur nächsten Fachtagung unbedingt wieder einzuladen.


 

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Dresden / Sachsen,
    06.06.2014 12:51:54.
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